Für meinen HTPC habe ich ein günstiges, leises, möglichst niedrig dimensioniertes und hochwertiges Netzteil gesucht. Warum hab ich nun genau das Netzteil von HEC, anstatt z.B. ein BeQuiet Pure Power 300 genommen? Nun, nachdem Soulpain besagtes BeQuiet getestet hat, ein Freund mit seinem Pure Power recht zufrieden (irgendwo hab ich mal von einer starken Serienstreuung bzgl. des Lüfters gehört, kann dies aber nicht verifizieren) ist, bot sich in meinen Augen ein leises Produkt eines Herstellers an, der selbst produziert.
Da ich nur einen Verbrauchsmesser zur Verfügung habe, sowie meinen HTPC musste ich wegen der Vergleichbarkeit noch ein zweites Netzteil testen. Nachdem sich das S12II 330 im Test gegen das Cougar Power 400 bei sehr geringer Auslastung behaupten konnte, bot es sich perfekt für einen Vergleich gegen das HEC an, sind diese doch ungefähr in der gleichen Watt-Klasse (300W und 330W).
Meinen Fokus habe ich auf das Netzteil aus dem Hause HEC gelegt, und so möchte ich die Beschreibung des Seasonics möglich kurz halten.
S12II 330
Leistungsdaten:
3,3V+ : 18A
5V+: 20A
Kombiniert: 120W
+12V1: 17A
+12V2: 17A
Kombiniert: 24A (288W)
-12V: 0,8A
+5VSB: 2,5A
Gesamtleistung: 330W
Anschlüsse:
1x 20+4Pin
1x 4Pin
1x PCIe
6x Molex
4x Sata
Optik:
Von der Optik her macht das Seasonic einen hochwertigen Eindruck, sind doch die Kabel gesleevt, das schwarze Gehäuse pulverbeschichtet und ohne Verarbeitungsmängel.
HEC 300TE-2WX
Leisungsdaten:
3,3V+ : 21A
5V+: 15A
Kombiniert: 103W
+12V1: 11A
+12V2: 14A
Kombiniert: 19A (228W)
-12V: 0,3A
+5VSB: 2,5A
Gesamtleistung: 300W
Anschlüsse:
Auch wenn hier die offizielle Seite kein Wörtchen über einen PCIe-Adapter verliert, so ist dieser dennoch vorhanden. Bis eine neu gestaltete, aktuelle Seite online gestellt wird, dauert es noch eine Weile, daher sind folgende Anschlüsse zu nennen:
1x 20+4Pin
1x 4Pin
1x PCIe (über beigelegtem Adapter)
3x Sata
3x Molex
1x Floppy
Und hier möchte ich nun das Hec etwas genauer betrachten:
Kaum ausgepackt, wird schon ein Unterschied zum Seasonic mehr als nur offensichtlich: Die Kabel haben noch nie Sleeves gesehen und das Gehäuse ist weder schwarz noch pulverbeschichtet. Verarbeitungsmängel habe ich nicht festgestellt. Doch erstaunt hat mich hier die schwarze Kappe. Sowas ist mir bis jetzt noch nie bewusst untergekommen...
Nachdem ich fürs erste etwas blöd geschaut hab, Kappe runter und da ist der gewohnte Stecker:
Hier kommt jetzt ein Bild des Aufklebers, der die Daten des Netzteils enthüllt. Schön zu sehen ist die 80Plus-Zertifizierung und die bei guten Netzteilen obligatorische Angabe der Combined-Leistungen.
Doch halt, was sehen hier meine entzündeten Augen? Zum ersten Mal darf ich einen solchen Adapter erblicken, der – anstatt 2x Molex auf PCIe – 1x Molex auf PCIe bietet. Und auch wie beim Cougar Power 400 besteht ein kleiner Makel beim 20+4Pin-Stecker: Dieser hält einfach nicht richtig, so dass beim Einstecken in den entsprechenden Anschluss bei der Hauptplatine im Zusammenspiel mit (m)einem recht engen Gehäuse doch etwas Zeitaufwand nötig ist. Das macht die Konkurrenz besser. Auch wenn das technisch keine Rolle spielt, ist es für mich ein Schönheitsfehler, der nicht sein müsste.
Kommen wir nun zum eigentlichen Test: Den Verbrauchsmessungen.
Als Grundlage habe ich – wie schon gesagt – meinen HTPC genommen, der nach Möglichkeit einen minimalen Energieverbrauch aufweisen soll. Wie später ersichtlich wird, ist mir das nicht wirklich gelungen, auch wenn die Grundauswahl der Komponenten genau das hätte erreichen sollen...
Um einen Eindruck zu bekommen, was möglich ist bei geeigneten Komponenten habe ich meinen HTPC als PC antreten lassen und zwar einmal mit und einmal ohne optischem Laufwerk.
Da ich den HTPC aber als Fernseher nutze, muss er natürlich auch in „Vollaustattung“ antreten, was noch eine TV-Karte und mittlerweile (m)eine Soundkarte zusätzlich bedeutet um meine Boxen nicht verhungern zu lassen.
Testsystem:
Asus M3A78 Pro
AMD Athlon X2 5000 BE @ 0,976V @ 1,6GHz
1x 1024MB DDR2-667
WD Caviar Green 1TB, 32MB Cache
DVD-Brenner LG
Technisat Skystar HD2
X-Fi Xtreme Audio
Um Vollast zu generieren (wobei es nicht wirklich Vollast ist, da die beiden Kerne nur zu ~80-90% ausgelastet sind) verwende ich die bei der TV-Karte mitgelieferte Softwarer EVE V2, mit der ich die Videos momentan schneide.