Deutsch/German:
Pro Street war von den Verkaufszahlen aus betrachtet ein Reinfall und auch nicht unberechtigt. Need For Speed: Undercover soll zu den Wurzeln der Serie zurückkehren und vieles besser machen. Ob es den Jungs von den
Black Box Studios gelungen ist, zeigt unsere kleine Preview. Vorab – Foto- und Videoaufnahmen waren leider nicht erlaubt.
Eine der größten Kritikpunkte an Pro Street war die nicht wirklich vorhandene Story, die Abkehr von der Serie, schlechte Fahrphysik und einiges mehr. Vorab, die Kritikpunkte wurden soweit alle behoben. Aber von Anfang an.
Fangen wir mit der endlich wieder
frei befahrbaren Stadt an. Diese trägt den Namen „Tri City Bay“ und ist laut dem Produzenten die bisher größte Welt der NFS-Serie. Die Aussage würden wir so unterstützen. Die 3 Stadtteile (u.a. Palm Harbor, Sunset Hills) sind durch ein unserer Meinung nach sehr langes Highway-System verbunden. Hinzu kommt eine Region namens „Gold-Cost Mountains“ – Kenner der NFS Serie dürften es bereits erraten haben, ja es gibt wieder Canyon Rennen.
Ein weiterer
„neuer“ Renntyp ist „Highway-Battle“. Der Name sollte bereits für sich sprechen und wirklich neu ist dieser auch nicht. Wer die Outrun´s bei NFS: Underground II nur auf dem Highway gefahren ist, dürfte in etwa wissen um was es geht.
Anscheinend kann der Spieler nun auch zu jeder Tageszeit fahren, darauf aber keine Garantie.
Die Straßen werden jetzt auch von wirklich intelligentem Verkehr befahren. Dieser wechselt jetzt dynamisch die Spuren, bremst auch realistischer und macht Platz für Polizeiwaagen. Mit dem
Schwierigkeitsgrad ändert sich nicht nur die Verkehrsdichte, sondern auch die Fahrzeuge an sich. So kommen wohl erst bei höheren Schwierigkeitsgraden große LKWs o.ä. auf die Straßen.
Die Story wirkt zum ersten Mal wirklich Filmreif und sehr durchdacht. Was zu erfahren war: Der Spieler spielt einen FBI-Cop und wird von einer FBI-Agentin (
Maggie Q) unterstützt. Maggie Q ist sein einziger Ansprechpartner zur Außenwelt, sprich die des FBI´s und auch gleichzeitig der Kontakt zur Szene. Wer jetzt an „The Fast and the Furious“ denkt, liegt sicherlich nicht ganz falsch. Die Zwischensequenzen waren entweder extrem gut gerendert, aber wahrscheinlich wohl gefilmt. Trotzdem fügen sich diese sehr gut in das Spiel ein und sind sehr gut gemacht – Actionfans kommen auch auf ihre Kosten.
Unter anderem bei Autodiebstählen und wilden Verfolgungsjagden. Viel Kaputtgehen kann nicht wirklich. Zwar sehen alle Teile demoliert aus, auf die Fahrphysik haben die Schäden allerdings keinen Einfluss.
Leistungstuning spielt keine sehr große rolle mehr und ist auf wenige Funktionen beschränkt. Zum Beispiel lässt sich beim Getriebe nur ein Schieberegler in Richtung Beschleunigung oder Höchstgeschwindigkeit bewegen – etwas schade wie wir finden.
Viel Tuningpotential bieten wieder Spoiler etc. sowie besonders die Farbgestaltung. Diese scheint im Vordergrund zu stehen und ist nochmals erweitert worden.
Auf Nachfrage lies sich der Produzent auch einiges zur
Technik hinter Undercover entlocken. So basiert die Grafik-Engine von Undercover grundlegend auf der von „Pro Street“, ist aber wie bei den meisten Teilen weiterentwickelt worden.
So gehören nun auch DirectX10 sowie höher aufgelöste Texturen dazu. Unterschiede zwischen den Konsolen und PC-Versionen soll es an sich keine großen geben. Dem PC verbleiben viel mehr höhere Auflösung sowie Anti-Aliasing oder anisotrope Filter. Desweiteren sollen auch Multi-GPu Systeme unterstützt werden.
Viel getan hat sich bei der Kameraführung, diese agiert sehr klug und trägt zum „Ich bin im Film“-Feeling bei.
Die Fahrphysik wurde stark überarbeitet und wirkt nun wieder bedeutend acardlastiger als noch die von „Pro Street“. So sind 360er, atemberaubende Drifts und riskante Manöver im Verkehr wieder möglich. Auch mit der Tastatur? Ja sollen sie auch, auch wenn während der Präsentation auf einer XBOX 360 gespielt wurde.
Einem
"Underground 3" erteilte der Produzent auf Anfrage bereits fast eine Absage. Bei der Entwicklung richte man sich an Trends und der aktuellen Autokultur. Das bunte Underground mit vielen Neons und Boxen im Kofferraum ist eine andere/ältere Autokultur und wohl kein großes Thema mehr.
Trotzdem kennt man das Feedback vieler Fans und ganz ausgeschlossen wurde es dann doch wieder auch nicht – Die Fans dürfen also weiterhoffen.
Aber zurück zu Undercover und auch schon zum Ende dieser Preview. Das neue „Need For Speed: Undercover“ ist wirklich näher an den alten Teilen dran und könnte ein Erfolg werden. Im Gesamten wirkt das Spiel wie eine Mischung aus „Most Wanted“ und „Carbon“ mit einer neuen und gut inszenierten Story.
Dem entgegen stehen das wirklich zu kurz gekommene Leistungstuning und natürlich viele Dinge zu denen wir noch nichts sagen können, bis wir das fertige Spiel in den Händen halten.